PART RECOVERY
Lösungen

Wenn Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind, braucht es keinen Teilekatalog. Es braucht einen technischen Wiederbeschaffungsprozess.

Viele kritische Ersatzteile scheitern heute nicht an der Fertigung, sondern an fehlenden Daten.

Der Lieferant ist verschwunden. Die Zeichnung fehlt. Das Material ist unbekannt. Das Bauteil ist verschlissen. Die Anlage steht trotzdem.

Part Recovery liefert dafür einen strukturierten technischen Weg: vom vorhandenen Altteil über Analyse, Rekonstruktion, Fertigung und Prüfung bis zum wieder einsetzbaren Ersatzteil.

Nicht als Blindkopie. Nicht als „wir drucken alles". Sondern als belastbarer Recovery-Prozess für industrielle Bauteile.
Typische Ausgangslagen

Wann Recovery zum Thema wird

Ersatzteil nicht mehr lieferbar

Das Originalteil ist abgekündigt, hat extreme Lieferzeit oder wird vom Hersteller nicht mehr unterstützt. Wir prüfen, ob das Bauteil technisch rekonstruierbar, reparierbar oder durch eine funktional gleichwertige Lösung ersetzbar ist.

Gehäuse · Halter · Flansche · Abdeckungen · Führungen · Maschinenelemente · ältere Guss- oder Schweißbauteile · Sonderteile aus kleinen Serien

Lieferant insolvent oder nicht mehr erreichbar

Wenn der ursprüngliche Hersteller wegfällt, fehlen oft nicht nur Teile, sondern auch Zeichnungen, Werkstoffangaben und Prozesswissen. Wir setzen am vorhandenen Bauteil an.

Geometrie erfassen · Funktion verstehen · Material bestimmen · Verschleiß bewerten · Fertigungsweg ableiten · Prüfumfang festlegen

Ziel ist nicht die perfekte historische Kopie, sondern ein technisch verantwortbarer Ersatz.

Zeichnung fehlt

Viele ältere Anlagen laufen mit Teilen, zu denen es keine belastbare Dokumentation mehr gibt. Reverse Engineering bedeutet: Das reale Bauteil wird vermessen, technisch interpretiert und in nutzbare Daten überführt.

3D-CAD-Modell · technische Zeichnung · Fertigungsdaten · Prüfmerkmale · Änderungsdokumentation · Bauteilakte

Teil ist verschlissen oder beschädigt

Ein verschlissenes Bauteil ist selten eine saubere Vorlage. Genau deshalb reicht Scannen allein nicht aus. Wir unterscheiden ursprüngliche Geometrie, Verschleißbild, Schadstelle, Funktionsfläche, Einbaubereich und zulässige Abweichung.

Danach wird entschieden, ob Reparatur, Neuaufbau, Rekonstruktion oder Ersatzfertigung sinnvoll ist.

Material unbekannt

Bei Altteilen ist die Werkstoffangabe oft unvollständig oder falsch. Wir klären, soweit technisch erforderlich: Grundwerkstoff, Härte, Beschichtung, Gefüge, Verschleißmechanismus, Temperatur- und Medienkontakt — bei Kunststoffen und Elastomeren zusätzlich Polymerbasis, Härte, Alterung, Füllstoffe und Funktion.

Erst danach wird der Ersatzwerkstoff festgelegt.

Dokumentation oder Nachweis erforderlich

Nicht jedes Ersatzteil braucht denselben Aufwand. Deshalb arbeiten wir mit drei Recovery-Stufen.

Drei Stufen

Recovery-Stufen — vom einfachen Ersatzteil bis zur regulierten Anwendung

Stufe 1

Basic Recovery

Für einfache Ersatzteile mit geringer Nachweisanforderung.

Geeignet für

Abdeckungen · Halter · einfache Kunststoffteile · nicht sicherheitskritische Vorrichtungsteile · unkritische Gehäuseteile

Typische Nachweise

Maßprüfung · Materialangabe · einfache Fertigungsdokumentation

Stufe 2

Technical Recovery

Für industrielle Funktionsteile mit klarer technischer Verantwortung.

Geeignet für

Metallbauteile mit Funktionsflächen · verschleißbeanspruchte Teile · Ersatzteile mit Einbau- und Passflächen · Bauteile mit Medien-, Temperatur- oder Lastkontakt

Typische Nachweise

3D-Vermessung · CAD-Rekonstruktion · Materialanalyse · definierte Prüfmerkmale · Fertigungsdokumentation · Prüfbericht

Stufe 3

Regulated Recovery

Für Bauteile mit erhöhter Nachweis-, Qualitäts- oder Dokumentationsanforderung.

Geeignet für

Bahntechnik · Prozessindustrie · Energieanlagen · Infrastruktur · Wehrtechnik · dokumentationspflichtige Ersatzteile

Typische Nachweise

Recovery Check · Prüfplan · Rückverfolgbarkeit · Materialzeugnisse · qualifizierte Fertigungsroute · Maß- und Prüfbericht · technische Bauteilakte · Bewertung nach Obsoleszenz-Logik

Unsere Lösungsmodule

Vier Wege zurück zum verfügbaren Ersatzteil

Der Part-Recovery-Prozess

Vom Altteil zum wiederbeschaffbaren Ersatzteil

  1. 01

    Anfrage

    Sie liefern Fotos, vorhandene Zeichnungen, Stückzahl, Einbausituation und bekannte Probleme. Wenn keine Daten vorhanden sind, reicht oft zunächst das reale Bauteil.

  2. 02

    Recovery Check

    Wir prüfen: Ist das Teil rekonstruierbar? Ist Reparatur sinnvoller als Neufertigung? Welche Funktion ist kritisch? Welche Nachweise werden benötigt? Welche Fertigungsroute ist realistisch?

    Ergebnis ist keine pauschale Zusage, sondern eine technische Ersteinschätzung.

  3. 03

    Technischer Lösungsweg

    Wir legen fest: Reverse Engineering, Reparatur, Ersatzfertigung, Materialsubstitution, additive Fertigung, klassische Fertigung — oder eine Kombination mehrerer Verfahren.

    Entscheidend ist nicht das Verfahren, sondern das belastbare Ergebnis.

  4. 04

    Fertigung

    Je nach Bauteil kommen additive, schweißtechnische, zerspanende oder polymertechnische Verfahren zum Einsatz. Die Fertigung folgt aus Funktion, Werkstoff, Stückzahl, Lieferzeit und Nachweisanforderung.

  5. 05

    Prüfung und Dokumentation

    Je nach Recovery-Stufe liefern wir Maßprüfung, Materialdokumentation, Fertigungsdokumentation, Prüfbericht, Bauteilakte und Wiederbeschaffungsdaten.

  6. 06

    Wiederholbarkeit

    Nach erfolgreicher Recovery ist das Teil nicht mehr nur ein Notfall. Es kann als technischer Datensatz, geprüfter Fertigungsweg und wiederbeschaffbares Ersatzteil geführt werden.

Was wir vom Kunden brauchen

Was hilft beim schnellen Erstcheck

Je mehr Informationen vorliegen, desto belastbarer die erste Einschätzung. Fehlt etwas — genau dafür gibt es den Recovery Check.

  • Fotos des Bauteils
  • Abmessungen
  • Stückzahl
  • Einsatzort
  • Funktion
  • Schadbild
  • Materialangabe, falls bekannt
  • alte Zeichnung, falls vorhanden
  • gewünschte Lieferzeit
  • Medienkontakt
  • Temperaturbereich
  • mechanische Belastung
  • vorhandene Prüf- oder Freigabeanforderungen
Klare Grenzen

Was wir bewusst nicht machen

  • keine Blindkopie sicherheitskritischer Bauteile
  • keine technischen Zusagen ohne Datenbasis
  • keine „3D-Druck löst alles"-Aussagen
  • keine unklare Materialsubstitution ohne Bewertung
  • keine Gummiteil-Versprechen ohne Alterungs- und Funktionsprüfung
  • keine Nachfertigung ohne Klärung rechtlicher und technischer Rahmenbedingungen
  • keine Bauteile, bei denen der notwendige Prüf- und Freigabeweg nicht tragfähig ist
Typische Branchen

Wo Recovery besonders gefragt ist

Bahntechnik

Obsolete Ersatzteile, lange Lebenszyklen, fehlende Lieferanten, dokumentationspflichtige Reparatur- und Ersatzteilprozesse.

Halter · Gehäuse · Abdeckungen · Konsolen · Metallbauteile aus älteren Baugruppen · technische Kunststoffteile

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Prozessindustrie

Anlagenstillstand durch einzelne nicht verfügbare Komponenten, aggressive Medien, Temperatur, Verschleiß und lange Lieferzeiten.

Armaturenteile · Flansche · Gehäuse · Führungen · Halter · verschlissene Funktionsflächen

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Energie

Lange Anlagenlaufzeiten, teure Stillstände, ältere Systeme und kritische Ersatzteilverfügbarkeit.

Metallkomponenten · Halterungen · Gehäuse · Sonderteile · verschleißbeanspruchte Bauteile

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Infrastruktur

Bauteile mit langer Nutzungsdauer, begrenzter Dokumentation und hohem Aufwand bei klassischer Neubeschaffung.

Verbindungsteile · Halter · Abdeckungen · technische Metall- und Kunststoffkomponenten · Sonderbauteile

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Defence

Hohe Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Dokumentation, Material und qualifizierte Fertigung.

geschweißte Metallkomponenten · Sonderhalter · Gehäuse · Vorrichtungsteile · obsolete Ersatzteile · reparaturfähige Metallbauteile

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Heavy Equipment

Robuste Maschinen, harte Einsatzbedingungen, lange Lebensdauer und häufig geringe Ersatzteilverfügbarkeit bei älteren Baureihen.

verschlissene Metallteile · Führungen · Halter · Gehäuse · Lagerbereiche · Reparaturbauteile

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